zweifrauentanzen
Twowomendancing

Zusammen ist man stärker, nicht nur beim Krafttraining, sondern auch in der Kunst.

Kennengelernt haben wir uns als ,working girls’, einer Gruppe aus Theatermacherinnen, die sich gegenseitig anfeuern.. Unsere erste gemeinsame Arbeit war kein Theaterstück, sondern ein heruntergerissenes Hotel: Als Teil eines Kunstprojekts von broke.today haben wir Fliesen geklebt und Wände herausgerissen, bevor wir überhaupt wussten, dass wir mal zusammen Kunst machen würden. Irgendwo zwischen Bauschutt und Fliesenkleber kam uns der Gedanke: Wenn wir das schaffen, schaffen wir alles. Auch Förderanträge.

2025 haben wir, Jenny von Reiche und Malin Kraus, daraus zweifrauentanzen gemacht – ein Kollektiv, das feministische Themen und Methoden in Theaterinszenierungen, Film und Ausstellungen erprobt. Wir können Licht und Ton, Regie und Text. Am liebsten aber machen wir alles auf einmal: selbst anpacken, selbst verantworten, selbst zu Ende denken – von der ersten Idee bis zur letzten Fliese.

Wir, das sind aber auch im Detail:

Malin Kraus (sie/ihr) (*2000 in Paderborn) ist als Regisseurin wie Journalistin in München und Berlin tätig und promoviert an der Humboldt Universität zu Berlin über Gegenwartsdramatik. Für das Jahr 2024 erhielt sie mit Patricia Stövesand die Berliner Literaturfond-Förderung für ihre Projektreihe Von der Seitenbühne - Sprechen und Schreiben über (Um-) Brüche in Literatur und Theater, in der es um marginalisierte Perspektiven auf das Theater und den Literaturbetrieb ging. Von 2022-2023 war sie als Chefredakteurin der UnAufgefordert journalistisch tätig, inzwischen schreibt sie u.a. für den FREITAG und die junge bühne. 2025 debütierte sie mit dem Projekt “Die Häuslichen” am Lesi Theater in Lwiw [UA], es folgten die Inszenierungen in München, Kyjiw und Hamburg. Sie ist gemeinsam mit Rahel Bueb Herausgeberin des DISPUT Magazins.

Jenny von Reiche (sie/ihr) (*1985 in Berlin) assistierte zwischen 2019 und 2023 am Münchner Volkstheater u.a. bei Anna Marboe, Claudia Bossard und Mathias Spaan. In dieser Zeit leitete sie den Jugendklub und hat mit “Bahnwärter Thiel im Bahnwärter Thiel” als Headwriter und Regisseurin ihre erste eigene Inszenierung erarbeitet. In dieser Zeit entwickelte sie ebenfalls die gescriptete Gameshow “Über Spiele” und den Theater-Podcast “Kantinengespräche”. Für ihre Abschlussinszenierung “Jugend mit ohne Zukunft” schrieb sie ebenfalls das Stück. Seit 2023 widmet sie sich vermehrt dem Schreiben und hat mit “Und täglich grüßt” ihren ersten Kurzgeschichtenband veröffentlicht. 2024 wurde sie für das Mentorship-Programm der freien Szene des Münchner Theaterbüros ausgewählt und hat mit “WOMB” bei der ersten Ausstellung ihres Kollektivsworking girls im Rahmen des happy end hotels von broke.today eine immersive, installative Arbeit gezeigt. 2025 prämieren die von ihr entwickelten Stadtfühlungen und 2026 arbeitete sie vermehrt als Bühnenbildnerin in München, Hamburg und Berlin.

Porträtfotos zweifrauentanzen: Mona Shatry

Mit freundlicher Unterstützung des Boxwerk Münchens.

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